Wie Du mit Menschen umgehen kannst, die Dir nicht gut tun.

Ein Blütenstand mit weißen Blütendolden auf grünen Blättern

„Es gibt drei Arten von Menschen, mit denen man gut auskommt: die innerlich Starken, die Aufrichtigen und die, die viel vom Leben gelernt haben.“ Aus China.


Es gibt Menschen, die uns gut tun und in deren Umgebung wir uns wohl fühlen. Sie geben uns Kraft und Energie. Wir lernen von ihnen. Wir müssen uns nicht verstellen und können so sein, wie wir sind.

Und es gibt Menschen, die uns Energie rauben. In deren Gesellschaft wir nicht so sein können, wie wir gerne sein möchten. Wir haben das Gefühl, nicht wir selbst zu sein. Wir müssen uns scheinbar verbiegen. Bekommen vielleicht Bauchschmerzen. Werden ungelassen, gereizt und fühlen uns nicht wohl.


Menschen aus der letzten Kategorie sollten wir meiden. Ganz einfach, weil sie uns nicht gut tun. Das ist aber leichter gesagt, als getan. Nicht immer können wir diesen Menschen aus dem Weg gehen, zum Beispiel, weil wir mit ihnen verwandt sind. Gerade Weihnachten stehen solche Situationen wieder bevor.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen.

Eine wäre, nicht hinzugehen. Die angstauslösende oder Ärger in uns hervorrufende Situation zu vermeiden. Dies ist aber nur kurzfristig von Vorteil. Vielleicht sind in der Situation, die wir vermeiden, Menschen, die wir sehr mögen und es ist nur eine Person, die uns nervt. Wir würden also unsere sozialen Kontakte einschränken, uns zurückziehen, nur wegen einer Person. Hier stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. Also gehen wir hin und feiern mit unserer Verwandtschaft Weihnachten.


Eine zweite Variante ist die Zeit von vorne herein zu begrenzen. Gleich zu Beginn des Treffens ankündigen, dass man noch eine wichtige Verabredung hat. Dass man nur drei Stunden Zeit bis um 15 Uhr Zeit hat und dann leider gehen muss. Empfehlenswert ist es, dies erst direkt nach der Ankunft mitzuteilen und nicht vorher zu sagen. Sonst kommen die Verwandten vielleicht auf die Idee, dass man doch seine Verabredung mitbringen soll, es ist doch Weihnachten. Auf diese Art und Weise, stellen wir uns der Situation, können auch mit den Menschen zusammen sein, die uns gut tun und wissen zugleich, dass wir die Person, die uns reizt nur eine begrenzte Zeit aushalten müssen. Und die Grenze haben wir gesetzt.


Eine dritte Möglichkeit ist es, innere Stärke und Gelassenheit zu entwickeln. Mit innerer Stärke und Gelassenheit lassen sich auch schwierige Situationen gut überstehen. Eine Technik ist es, an einen schönen Moment zu denken. Dies kann zum Beispiel der letzte Urlaub gewesen sein. Wir stellen uns eine konkrete Situation aus diesem Urlaub vor. Wie wir am Strand gesessen haben, nichts tun mussten und die Sonne uns gewärmt hat. Da waren diese Palmen und das wunderbar klare blaue Wasser. Ein paar Vögel flogen am Himmel. Es wehte ein leichter Wind, der die Luft abkühlte. Ein paar Einheimische machten Musik, die unser wunderbares Gefühl, des Freiseins so schön untermalte. Wir fühlten ein warmes Gefühl in unserem Oberkörper, so ein Gefühl von Einseins, von Freisein. Wir konnten so sein, wir waren und genossen den Augenblick.

Es ist hilfreich, sich die stärkende Situation konkret vorzustellen. Eine Situation. Dabei führen wir uns die Situation so in Erinnerung, als würden wir mitten drin sein. Als wäre es ein 3D-Kinofilm. Wir beschreiben uns, was wir sehen. Was konkret sehen wir? Sind wir drinne oder draußen? Sind da andere Menschen? Wie ist das Wetter? Wie sieht der Himmel aus? Welche Farbe hat der Himmel? Was hören wir? Sind da Geräusche? Ist da vielleicht eine Musik? Was fühlen wir? Wo ist dieses Gefühl in unserem Körper? Hat das Gefühl eine Farbe? Wenn wir dem Gefühl einen Namen geben würden, wie würde dieses wunderbare Gefühl heißen? Riechen wir etwas? Was ist das für ein Geruch? Schmecken wir etwas? Sprich wir stellen uns die Situation mit allen Sinnen vor. Mit der Ankertechnik kann dieses „Wunderbare orangene Inselurlaubsgefühl“ geankert werden. Wir ankern dieses Gefühl, wenn wir vollkommen in diesem Gefühl sind. Wir geben dem Gefühl einen Namen und einen Ort in unserem Körper, an dem wir dieses Gefühl spüren. Wir verbinden dieses Gefühl mit einer Bewegung. 

Wenn das wunderbare, ressourcevolle Gefühl geankert ist, können wir es jederzeit in Situationen, die uns Kraft kosten, wiedere reaktivieren. Dies geht ganz einfach, indem wir das Wort sagen: „orangefarbenes Inselurlaubsgefühl“ und die Bewegung machen, mit der wir es geankert haben. Wir aktivieren den Anker und somit zugleich das Gefühl des Urlaubs. Wir sind auf einmal ressourcevoll und ganz Eins mit uns. Wir fühlen uns frei und gelassen, wie im Urlaub. So können wir die Situation mit Menschen, die uns nicht so gut tun leicht und angstfrei überstehen.

Es gibt weitere Techniken, mit denen wir Gelassenheit üben und erlernen können. Diese stelle ich in weiteren Blogartikeln vor.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag mit anderen Menschen und eine wunderschöne, gelassene Weihnachtszeit.

Gerne unterstütze ich Dich beim Erlernen der Ankertechnik. 

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