Was Du denkst, das wirst Du

Im Vordergrund ist eine rote Rose zu sehen. Im Hintergrund der Fernsehturm. Es ist trübes Herbstwetter. Die Rose leuchtet im Vordergrund.

Den ganzen Tag erzählen wir uns Geschichten. Wir sprechen im Inneren über unsere Vergangenheit, was wir gerade los ist oder was wir beabsichtigen zu tun. Unsere Fehler, die wir in der Vergangenheit getan haben, beklagen wir, und wir geben uns Ratschläge, was wir in Zukunft besser nicht machen sollten.

Wir machen uns Bilder und erklären uns die Welt und die Anderen. Dabei spielen viele Vermutungen mit und wir geben den Dingen Bedeutung. Wir machen Zuschreibungen. Anderen und uns selbst. 

Es gibt Geschichten, die uns fördern in unserer Entwicklung und andere, die uns behindern. Auch, wenn uns diese Geschichten nicht bewußt sind, sie wirken. Sie beeinflussen unsere Gefühle, unser Handeln und das Bild, dass wir uns über uns selbst machen.

Wir können uns in unseren Geschichten beklagen über unsere traurige Kindheit oder unsere Erfolge immer wieder feiern. Wir haben es selbst in der Hand.

Meist sind die Geschichten, die wir uns erzählen unbewusst. Und dahinter stecken oft Glaubenssätze. Viele Glaubenssätze sind hilfreich, sie unterstützen uns schneller Entscheidungen zu treffen. Wir können dadurch Routinen entwickeln, durch die wir nicht jedesmal neu einen Entscheidungsprozess durchlaufen müssen. Doch mitunter sind diese Glaubenssätze hinderlich. Sie behindern uns in unserem Fortkommen. "Geld ist schlecht.", "Reiche Menschen sind Schweine." Wer solche Glaubenssätze mit sich rumträgt, kann nur schwer ein gutes Verhältnis zum Geld entwickeln und reich werden.

Die Geschichten, die wir uns erzählen beziehen sich auf unsere Arbeit oder Beziehung. "Wenn ich den Job kündige, bekomme ich keinen neuen Job. Ich werde verarmen und muss unter der Brücke schlafen." Solche Ängste werden größer, in dem wir uns diese Geschichten immer wieder erzählen. Und sie hindern uns an Veränderung. Stattdessen bleiben wir in einem ungeliebten Job. Wir entwickeln uns nicht weiter. Werden möglicherweise krank und stagnieren in unserer Entwicklung.

Wir trennen uns nicht von unserem Partner, aus Angst, keinen neuen Partner zu finden. Dabei gibt es 8 Milliarden Menschen auf der Welt. Aber wir erzählen uns Geschichten, das alle attraktiven und lieben Menschen gerade in einer Partnerschaft und somit vergeben sind. 

Ich kann mir auch Geschichten erzählen, die mich weiter bringen, in meinem Leben: "Ich stelle mir Ziele und erreiche diese, weil sie mir wichtig sind." oder "Ich werde die Prüfung bestehen, weil ich gut vorbereitet bin." "Ich akzeptiere meine Angst, weil sie ein Teil von mir ist und sie eine positive Absicht hat."

Wir können unser Denken verändern und so können wir unsere Gefühle und unser Handeln ändern. Es ist möglich, die unbewussten Geschichten ausfindig zu machen. Du musst Dir dazu zu hören. Welche Geschichten erzählst Du Dir den ganzen Tag. Wenn Du gut zuhörst, wirst Du auch die Geschichten finden, die Dir negative Gefühle machen und die Dich behindern. Finde diese raus und schreibe sie auf. Führe ein Geschichtentagebuch.

Eine andere Möglichkeit ist es, diese negativen Geschichten hervorzulocken. Denke an eine Sache oder ein Thema, mit der Du schon länger unzufrieden bist. Welche Geschichte kommt zum Vorschein? Was erzählst Du Dir? Was erzählt Dir die Geschichte über andere oder über die Welt? Wie sind die Formulierungen, die Du benutzt? Welche Worte tauchen auf in Zusammenhang mit dem Thema? Wie wirkt das auf Dich? Welche Emotionen kommen in Dir hoch? Welche Möglichkeiten oder Einschränkungen beinhaltet die Geschichte? Welche Ängste stecken dahinter?

Wie kannst Du die Geschichte in einem Satz zusammenfassen? Wie heißt der Satz? Schreibe ihn auf!

Wenn Du den Satz herausgefunden hast, der hinter der Geschichte steckt, die Dich behindert, dann frage Dich, welche positive Absicht er hat.

Ja, Du hast richtig gelesen! Welche positive Absicht steckt dahinter? Was will der Satz, die Geschichte für Dich erreichen? Welche negativen Folgen will sie abwenden? Welche positiven Absichten erreichen? 

Manchmal ist es schwer, die positive Absicht herauszufinden. Aber für eine Veränderung ist es notwendig, diese zu kennen. Manchmal steckt hinter der Absicht noch eine weitere Absicht auf einer höheren Ebene. Hast Du die positive Absicht  identifiziert, dann würdige die positive Absicht, denn sie will ja etwas Gutes für Dich. 

Bedanke Dich bei dem Satz und der Geschichte für die positive Absicht. Finde heraus, ob die Geschichte diese positive Absicht bisher erfüllt hat. Vielleicht gibt es eine bessere Geschichte, die diese positive Absicht erfüllt. Dann erschaffe diese neue positive Geschichte. Schaffe eine Affirmation, die diese Aufgabe erfüllt. Schreibe diese Affirmation, zum Beispiel: "Ich finde einen neuen Job, der mich glücklich macht und ernährt!" auf gelbe Klebezettel und verteile diese überall in Deiner Wohnung. Am Badezimmerspiegel, am Kühlschrank, an der Flurgarderobe. Sage Dir diesen Satz immer und immer wieder. Dieser positive Satz wird Deine Entwicklung befördern und Dich zu Deinem Ziel näher bringen.

Vergesse Deine Ängste und konzentriere Dich auf die positiven Geschichten in Deinem Leben!

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