Konflikte sind eine Chance, wenn man hinter die Kulissen schaut

Zwei Frauen laufen aus einem Hauseingang auf die Straße, auf der andere Menschen unterwegs sind.

„So immer es geht, versetze Dich an die Stelle des anderen und frage Dich, was Du in seiner Lage tätest.“
David L. Wang.

Probleme erscheinen uns oft deshalb als Probleme, weil wir keinen Ausweg mehr sehen. Wir haben uns vielleicht verrannt und sehen keine Alternativen mehr.

Konflikte entstehen, weil die Beteiligten unterschiedliche Interessen haben. Es geht meist um Ressourcen oder um Werte. Der eine hat eine Sache, die der andere auch haben möchte. Einer tut etwas, dass gegen die Werte des anderen verstößt.

Nun geht es bei der Lösung eines Konfliktes nicht darum, dass jeder seine Werte über Bord wirft. In vielen größeren Streitschlichtungsverfahren wird erst dann mit der Verhandlung begonnen, wenn alle beteiligten Seiten die Position der anderen Seite zu deren Zufriedenheit erklären können.

Was steckt dahinter? Es geht darum, ob die Konfliktparteien überhaupt verstanden haben, was die Position der anderen Seite ist. Denn oft gibt es hierüber nur Annahmen, die nicht stimmen.

Eine erste Voraussetzung für die Lösung des Konfliktes ist es, also seine Position zu verlassen und sich an die Stelle des anderen zu versetzen. Ist dies erreicht geht es darum, die hinter den Positionen liegenden Interessen zu verstehen.

Wieso handelt die andere Seite so? Was ist ihre Absicht? Was will sie erreichen? Was ist das positive Ziel, das dahinter steckt? Sind die Interessen auf dem Tisch und nicht nur die Positionen, ist oft eine Lösung, ein Kompromiss oder ein Ausgleich möglich, mit dem alle beteiligten Seiten leben können.

Ich wünsche einen wunderbaren Perspektivwechsel. Berichtet mir, was Euch schwer gefallen ist und was Euch schon gut gelungen ist.

Zurück