Ist das Gefühl von Nervosität immer schlecht?

Warum werden manche Menschen schneller nervös als andere?

Dafür kann es genetische Ursachen geben, zum Beispiel eine vererbte Störung im Botenstoffwechsel am synaptischen Spalt (Serotoninüberschuss oder Dopaminmangel) oder angeborener Bluthochdruck. Dopaminmangel kann eine Ursache für ADHS sein.

Andere Ursachen für eine leichtere Erregbarkeit und Nervosität können Lebenserfahrungen sein, wie emotional belastende oder traumatische Lebensereignisse. Diese können auch, wenn sie akut nicht mehr belastend sind, im Unterbewusstsein abgespeichert sein und beim Auftreten von ähnlichen Situationen oder Ereignissen triggern. Das heißt, diese Situationen lösen ein Verhalten aus, das vom Betroffenen nicht bewusst gesteuert werden kann. Hierfür ist die Amygdala verantwortlich, die uns in gefährlichen Situationen schnell auf Flucht oder Kampf vorbereitet, um dieser Gefahr entgehen zu können. In diesen Situationen kann es zu Flashbacks, Unruhe, Nervosität, Katalepsie (Erstarrung), Denkstörungen bis hin zu temporärer Amnesie (Gedächtnisverlust) kommen. Flashbacks können auch ohne äußere Einflüsse auftreten.

Menschen, die in einer liebevollen Umgebung aufwachsen oder aufgewachsen sind, mit einer guten Bindung zur Mutter und zum Vater sind oft resilienter als andere Menschen. Sie haben eine höhere psychische Stabilität als andere Menschen bei belastenden Ereignissen. Sie sind ruhiger und gelassener, können Krisen und emotional schwierige Erlebnisse leichter verarbeiten und bewältigen. Sie werden weniger leicht unruhig und nervös. 

Mit dem Thema, warum einige Menschen psychisch stabiler als andere sind, beschäftigt sich die Resilienzforschung. 

Resilienz (psychische Stabilität), Entspannung und Gelassenheit können trainiert werden. Hierzu helfen Achtsamkeitsübungen, Meditation, Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Hypnose. Menschen, die diese Methoden regelmäßig ausüben, können sich selbst leichter beruhigen. Sie sind weniger nervös und somit entspannter und gelassener. 

Traumatische und emotional belastende Lebensereignisse sowie die entsprechenden Trigger können mit Therapie und Coaching aufgelöst werden. Wirkungsvolle Methoden sind hierzu Hypnosetherapie und Augenbewegungsmethoden wie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, zu Deutsch: Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederherstellung), EMI (Eye Movement Integration, zu Deutsch Augenbewegungsintegration,) Brainspotting (Blickfixation) oder CRM (Comprehensive Resource Model – eine Methode, die mit verschachtelten Ressourcen arbeitet). Dabei können die belastenden Ereignisse nicht ungeschehen gemacht werden, es ist jedoch möglich, ihnen die Schwere und Belastung zu nehmen. So kann ein Leben mit mehr Ruhe und Gelassenheit gelingen.

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* Wie alle Ärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker gibt Angstfreier leben kein Heilungsversprechen ab.

Menschen sind individuell und der Erfolg der Behandlung hängt auch von ihrer Mitarbeit ab.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass sich unsere Tätigkeit als Heilpraktiker für Psychotherapie (staatlich zugelassen zur Psychotherapie/HPG) und Hypnosetherapeuten von der eines Arztes, psychologischen oder medizinischen Psychotherapeuten unterscheidet. Weder stellen wir Rezepte aus, verabreichen Medikamente noch stellen wir medizinische Diagnosen zu körperlichen Erkrankungen. Ebenso geben wir kein Heilversprechen ab.

Eine möglicherweise notwendige psychiatrische oder medizinische Behandlung sollte in keinem Fall durch eine psychotherapeutische Behandlung nach HPG ersetzt werden.

Über die Annahme oder Ablehnung von Behandlungen entscheiden wir im Einzelfall und selbst.