Was sind Ängste? Sie werden in kontextabhängige und unabhängige Ängste sowie mit und ohne Panikattacken unterschieden.

Was sind Ängste?

Ein Doppelporträt von einer Frau. Links schreit sie mit offenem Mund, rechts schaut sie leicht nach unten und hält sich die Hände vor das Gesicht. Ängste können mit Therapie und Hypnose überwunden werden.

Angst ist überlebensnotwendig. Sie hat eine wichtige Funktion für unser Überleben bei Bedrohung oder Gefahr. Ohne Ängste hätten wir Menschen uns nicht zum Menschen entwickelt. Wir hätten neugierig unbekannte Dinge begutachtet, anstatt wegzulaufen. Doch heute müssen wir nicht mehr vor Bären oder Tigern wegrennen.

Angst sind wenig hilfreich, wenn sie dauerhaft auftreten, wenn sie in Attacken kommen, plötzlich wie ein Anfall uns überkommen oder wenn die Angst vor Dingen besteht, die wenig oder nicht gefährlich sind.

Ängste werden unterteilt, ob sie kontextabhängig auftreten oder kontextunabhängig. Bei Ängsten, die an bestimmte Situationen, Orte oder Dinge gekoppelt sind, spricht man von Phobien. Die Phobien kann man in drei große Gruppen einteilen. Isolierte Phobien, wie zum Beispiel vor Tieren, wie Hunden oder Spinnen. Eine soziale Phobie ist die Angst vor Bewertung in kleinen oder unbekannten Gruppen. Dies ist die häufigste Angst. Bis zu 20% aller Menschen bekommen diese Angst mindestens einmal in ihrem Leben. Die Agoraphobie ist ursprünglich die Angst vor großen, weiten Plätzen. Darunter versteht man aber auch Angst vor Reisen, vor weiten Reisen, vor Menschenmengen, vor Plätzen sowie die Angst die vertraute Umgebung, den Schutzraum zu verlassen. Diese Angst kann mit oder ohne Panik auftreten.

Angst bedeutet Beengtheit. Angst schränkt uns ein. Sie engt uns ein und behindert uns in unserer Entfaltung. Angst macht uns unfrei. Wir können unsere Ziele nicht erreichen, wenn wir Angst haben. Sie behindert uns bei unserer persönlichen Weiterentwicklung und unserem Fortkommen. 

Angst kann zu körperlichen Beschwerden führen. Diese können sich chronifizieren und uns belasten.

Angst ist ein Grundelement, ein Bestandteil unseres Lebens. Sie begleitet uns. Jeder Mensch hat die Fähigkeit das Gefühl der Angst zu empfinden. Die Angst existiert in allen Kulturen, überall auf der Welt.

Die schnellen Veränderungen in unserer Umwelt steigern die Ungewissheit des Lebens. Menschen reagieren darauf mit Angst.

Angst ist erlernt. Die gute Nachricht ist, Angst kann auch verlernt werden.

Angst tritt dann auf, wenn wir uns in einer unbekannten Situation befinden, einer Situation, der wir nicht oder noch nicht gewachsen sind. Oder besser gesagt: nicht gewachsen fühlen. Denn Angst ist ein Gefühl. Neues und Unbekanntes kann einen Angstauslöser darstellen. Interessanterweise haben Menschen die großartige Fähigkeit, vor fast allem Angst zu entwickeln. Es gibt kaum eine Angst, die es nicht gibt.

15% aller Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Angsterkrankung, 11% eine Phobie, 8% eine generalisierte Angststörung und 3% eine Panikstörung. Bei der sozialen Angst oder sozialen Phobie differieren die Angaben. Zwischen 2 und 10% der Bevölkerung leiden unter einer sozialen Angststörung. In einer amerikanischen Studie waren es zwischen 7 und 12%, die während der gesamten Lebenszeit eine soziale Phobie entwickelten.

Angst ist evolutionsgeschichtlich wichtig. Wenn der Säbelzahntiger vor einem Urmenschen stand, galt es zu entscheiden: Flucht, Kampf oder Erstarren. Letzteres entsprach oft dem Gefressenwerden, weshalb Flucht oder Kampf geeignete Strategien waren. Heute ist die Wahrscheinlichkeit einem Säbelzahntiger zu begegnen, der einem gefährlich werden kann, gering. Trotzdem haben wir noch diese urgeschichtlichen Reflexe in uns, die Adrenalin bei Gefahr ausstoßen und uns so Kampf oder Flucht vorberieten. Doch heute ist eine Flucht auf Grund gesellschaftlicher Konventionen nicht angebracht, weil wir zum Beispiel unseren Job verlieren könnten. Schwierig wird es auch, wenn die Angst auftritt, obwohl weder ein bedrohliches Objekt noch eine bedrohliche Situation in der Nähe ist. Dann scheint es so, dass die Angstreaktion keine geeignete Strategie ist.

Wir können uns selbst Angst machen. Und wir können es auch lernen, mit der Angst umzugehen, diese zu minimieren oder die nicht lebensnotwendige Angst gar verschwinden zu lassen.

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* Wie alle Ärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker gibt Angstfreier leben kein Heilungsversprechen ab.

Menschen sind individuell und der Erfolg der Behandlung hängt auch von ihrer Mitarbeit ab.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass sich unsere Tätigkeit als Heilpraktiker für Psychotherapie (staatlich zugelassen zur Psychotherapie/HPG) und Hypnosetherapeuten von der eines Arztes, psychologischen oder medizinischen Psychotherapeuten unterscheidet. Weder stellen wir Rezepte aus, verabreichen Medikamente noch stellen wir medizinische Diagnosen zu körperlichen Erkrankungen. Ebenso geben wir kein Heilversprechen ab.

Eine möglicherweise notwendige psychiatrische oder medizinische Behandlung sollte in keinem Fall durch eine psychotherapeutische Behandlung nach HPG ersetzt werden.

Über die Annahme oder Ablehnung von Behandlungen entscheiden wir im Einzelfall und selbst.